Die Geschichte des Klarträumens

Die Geschichte des Klarträumens

In diesem Artikel geht es um die Geschichte des Klarträumens, den langen und beschwerlichen Weg zur wissenschaftlichen Akzeptanz und um die einzelnen Persönlichkeiten an sich, die sich mit der Thematik des Klarträumens auseinandersetzten.

Die Geschichte des Klarträumens

1. Aristoteles (384 v. Chr. – 322 v. Chr.)

Die erste und wohl ziemlich bekannte Persönlichkeit, die sich mit dem Thema Klarträumen auseinandersetzt hat, war der Philosoph Aristoteles. Sein relativ bekanntes und schön formuliertes Zitat diesbezüglich lautet: „Oft nämlich sagt einem, wenn man schläft, etwas in seinem Bewusstsein ist nur ein Traum.“

2. Léon d’Hervey de Saint-Denys (1822 – 1892)

1867 veröffentlichte der Traumforscher Léon d’Hervey de Saint-Denys die erste ernstzunehmende Abhandlung über Träume und das Klarträumen. Léon d’Hervey de Saint-Denys zeichnete viele Jahre lang seine Träume auf und schaffte es schließlich diese zu kontrollieren.

3. Sigmund Freud (1856 – 1939)

Auch Sigmund Freud setzte sich mit der Thematik des Träumens und des Klarträumens auseinander. Freud war Léon d’Hervey de Saint-Denys Arbeit durchaus bewusst und in seinem Werk „Die Traumdeutung“ befasst er sich auch kurz damit.

4. Frederik Willems van Eeden (1860 – 1932)

Dennoch gewann das Klarträumen nicht wirklich an Anerkennung. Erst im zwanzigsten Jahrhundert veröffentlichte der Niederländer Frederik Willems van Eeden einen Artikel, der dafür sorgte, dass das Klarträumen einen kleinen Durchbruch erlangte. Durch van Eeden etablierte sich der Begriff luzides Träumen. Auch führte er, ähnlich wie Léon d’Hervey de Saint-Denys, jahrelang Traumtagebuch und schaffte es ebenfalls seine Träume zu kontrollieren.

5. Celia Green (1935)

Nach und nach gewann das Klarträumen an Relevanz, bis Celia Green mit ihrem Buch „Lucid Dreams“ (1968) das Interesse der Wissenscahft weckte. Da sie sich allerdings auch mit Themen wie der Parapsychologie auseinandersetzte, wurde sie von vielen Wissenschaftlern nicht ernst genommen.

Das Interesse der Wissenschaft flammte also nur einmal kurz auf und erlosch direkt wieder. Klarträumen wurde als unrealistisch und lächerlich dargestellt. Außerdem gingen Forscher wie beispielsweise Ernest Hartmann davon aus, dass Klarträume nicht wirklich Teil des Traums sind, sondern eher eine Art „Kurzerwachen“ in der Nacht.

6. Stephen LaBerge (1947)

Doch dann kam Stephen LaBerge, der das Klarträumen endlich beweisen konnte. Er ließ seine Augenbewegungen während des Schlafens beobachten. LaBerge schaffte es, während er schlief, ein im Vorhinein ausgemachtes Muster der Augenbewegungen zu wiederholen. Währenddessen wurde gemessen, ob er schlief und in welcher Schlafphase er sich befand. Letztendlich konnte er im REM-Schlaf das vorher ausgemachte Muster perfekt durchführen und belegte somit das Klarträumen. Dieses Experiment wurde später noch öfter wiederholt und ist absolut wegweisend für die Geschichte des Klarträumens.

7. Paul Tholey (1937 – 1998)

Auch Paul Tholey beschäftigte sich intensiv mit Klarträumen. Er übersetzte auch den Begriff “lucid dream” in das deutsche Wort Klartraum/ Klarträumen. Des weiteren befasste er sich mit dem motorischen Lernen im Traum, also ob es möglich ist, bestimmte Verhaltensmuster im Traum zu verfeinern und zu optimieren.

Klarträume heutzutage

Heutzutage ist das Klarträumen zwar immer noch nicht weltbekannt aber dennoch deutlich populärer als vor einigen Jahren. Es gibt tausende Menschen, die davon berichten. Außerdem werden Kurse bezüglich Klarträumen angeboten. Tausende Videos und gar Filme wie zum Beispiel “Inception”  gibt es inzwischen ebenfalls. Letztendlich sollte jeder mal einen Klartraum erfahren, um die Welt aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten.

Das war die Geschichte des Klarträumens. Ich hoffe, dieser Artikel hat euch gefallen. Lasst gerne einen Kommentar da, falls ich etwas vergessen haben sollte. Falls du auch mal Klarträumen möchtest findest du hier 5 verschiedene Techniken, um einen Klartraum zu erlangen. Viel Spaß!

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