Wie bekommt man einen Klartraum? | 5 Klartraumtechniken

Wie bekommt man einen Klartraum? | 5 Klartraumtechniken

In diesem Artikel findest du 5 verschiedene Klartraumtechniken, die du auch miteinander kombinieren kannst. Durch die richtige Anwendung dieser Techniken erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, dass du einen Klartraum bekommst, extrem.

 

Manche Menschen bekommen ihren ersten Klartraum schon nach einigen Tagen, andere wiederum erst nach einigen Wochen oder gar Monaten. Fakt ist aber, dass jeder, der sich halbwegs ernsthaft mit seinen Träumen befasst und die Techniken vernünftig anwendet, früher oder später einen Klartraum erleben wird.

Hier sind nun also 5 Klartraumtechniken, die dich schnellstmöglich zum Klarträumer machen sollen!

Reality Checks

Unrealistische Stadt

 

Was sind Reality Checks?

Reality Checks sind, wie der Name schon sagt, Realitätstests. Diese führst du tagsüber in bestimmten Situationen durch. Nach einiger Zeit wirst du diese Realty Checks auch in deinen normalen Träumen durchführen und erkennen, dass du gerade träumst. Durch diese Technik erkennst du also während du träumst, dass du träumst und bekommst so einen Klartraum.

 

Wie führt man einen Reality Check aus?

Wichtig ist, es die Reality Checks ernst zu nehmen. Wenn du die RC’s mit der Einstellung, dass das ganze sowieso nichts bringt und es völlig klar ist, ob du wach bist oder schläfst, durchführst, werden sie dir nichts bringen.

Wenn du einen Reality Check durchführst, muss deine gesamte Aufmerksamkeit auf diesen gerichtet sein. Sei komplett fokussiert und versuche dich ungefähr eine Minute auf den RC zu konzentrieren.

Man sollte täglich zwischen 3 und 10 Reality Checks machen, je nach eigener Einstellung. Wenn man zu wenig macht, bringen sie wahrscheinlich nichts, und wenn man zu viele macht, führt man diese nicht konzentriert genug durch oder empfindet sie als Last.

Mache die RC’s immer in Situationen, die eher ungewöhnlich oder nicht alltäglich sind. Zum Beispiel, wenn du in der Schule eine gute Note schreibst ;), wenn du mit deinen Freunden feiern bist oder wenn du einfach nur ein gelbes Auto siehst.

Fünf Beispiel-Reality Checks

1. Gucke auf die Uhr

Wenn du im Traum auf die Uhr oder dein Handy guckst und die Uhrzeit falsch, komisch oder gar nicht angezeigt wird, träumst du. (Wenn nicht solltest du deine Uhr reparieren lassen. ;))

2. Gucke auf deine Hände

Wenn du träumst, können deine Hände anders aussehen als in der Wirklichkeit. Du hast plötzlich sechs Finger oder deine Hände sehen etwas verschwommen aus. Wie auch immer, wenn deine Hände anders aussehen, weißt du, dass du träumst.

3. Versuche durch Gegenstände hindurch zu Greifen

Versuche beispielsweise, wenn du vor einer Tür stehst, durch diese hindurch zu greifen, wenn das geht, ist der Fall klar. 🙂

4. Halte deine Nase zu und versuche zu Atmen

Wenn du dir im Traum die Nase zuhälst, wirst du trotzdem weiter atmen können. Wenn dies passiert, träumst du.

5. Betätige einen Lichtschalter

Wenn du einen Lichtschalter betätigst und das Licht danach nicht aus oder an an geht, träumst du.

Fazit

Realitychecks sind keine Garantie für einen Klartraum. Wenn du im Traum allerdings einen durchführst, ist die Wahrscheinlichkeit, dass du merkst, dass du träumst, schon sehr hoch. Kombiniert mit anderen Techniken wird es sogar noch wahrscheinlicher.

 

Autosuggestion

Verstand / Autosuggestion

Was ist Autosuggestion?

Autosuggestion ist eine Technik, bei der du in einem sehr entspannten, meditativen Zustand ein und denselben Satz wiederholst, bis du diesen in deinem Unterbewusstsein verfestigt hast.

Wie wende ich diese Technik an?

Diese Technik funktioniert besonders gut, wenn man schon etwas schläfrig ist. Zusätzlich sollte man sich in einem ruhigen und meditativen Zustand befinden. Diese beiden Umstände erhöhen deine Chancen, mit dieser Technik einen Klartraum zu bekommen, deutlich. Falls du noch nie meditiert hast, gebe ich dir hier einen Grundkurs, der für die darauffolgende Autosuggestion gut geeignet ist.

Wie komme ich in einen ruhigen/meditativen Zustand?

Lege dich so in dein Bett, dass du dich absolut wohl fühlst und du deine Schlafposition nicht alle 30 Sekunden wechseln musst. Am besten einfach auf den Rücken legen und die Arme auf den Bauch (wenn du dich so wohlfühlst.)
Achte nun auf alles, was du hörst, versuche einfach ganz intensiv alle Geräusche, die um dich herum betstehen, wahrzunehmen. Wenn du nichts hören solltest, versuche einfach irgendetwas durch deinen Hörsinn wahrzunehmen, auch wenn es nur ein dumpfes Rauschen ist.
Mache dies solange, bis du dich extrem entspannt und ruhig fühlst.

Die Autosuggestion an sich

Beginne nun mit der Autosuggestion. Wie anfangs erwähnt, wiederholt man bei einer Autosuggestion immer denselben Satz, bis dieser im Unterbewusstsein eingebrannt ist. Da du ja klarträumen willst, eigenen sich hier Sätze wie:
– Ich werde heute klarträumen.
– Ich werde einen Klartraum erleben.
(Du kannst dir natürlich auch einen eigenen Satz ausdenken, der dir möglicherweise besser von der Zunge geht.)

Wiederhole diesen Satz nun (in Gedanken), bis du einschläfst. Versuche diesen Satz mit voller Überzeugung und möglichst bewusst zu wiederholen. Wenn du den Satz nämlich einfach nur runter ratterst und eigentlich an etwas völlig anderes denkst, wird dir diese Technik wahrscheinlich nichts nützen.

Fazit

Ähnlich wie die Realty Checks lässt sich Autosuggestionstechnik sehr gut mit anderen Techniken kombinieren, beispielsweise mit WBTB. Ohne weitere Klartraumtechnik, ist diese Technik allerdings schwer durchzuführen, da sie, wenn man nicht geübt ist, etwas den Einschlafprozess stört. Man sollte also schon etwas müde sein oder sie mit z.B. WBTB kombinieren.

Wake back to Bed (WBTB)

Bett bei Nacht

Was ist WBTB?

Grob übersetzt bedeutet „wake back to bed“ „wach auf ins Bett“. Bei dieser Technik geht es darum, dass du dich nachts während einer bestimmten Schlafphase weckst und einige Minuten wach bleibst. In dieser Zeit solltest du dich mit dem Thema Klarträumen intensiv und fokussiert befassen. Ließ ein Klartraumbuch, wende Reality Checks an oder suggeriere dir, dass du gleich einen Klartraum haben wirst. Danach legst du dich wieder schlafen.

Die REM-Phase und die Vorbereitung

Während man schläft, durchlebt man vier Schlafphasen. Erstens die Einschlafphase, zweitens die Leichtschlafphase, drittens die Tiefschlafphase und viertens die REM-Phase. Für uns ist die REM-Phase am interessantesten. In dieser Schlafphase träumen wir nämlich am häufigsten und am intensivsten.

Die REM-Phasen treten während des Schlafens vermehrt auf. Die längste und intensivste REM-Phase tritt jedoch nach ca. 6-8 Stunden Schlaf ein. Genau dies ist auch der Zeitpunkt, bei dem du dich wecken musst.

Stelle dir deinen Wecker also so, dass du in der längsten REM-Phase nach ca. 6-8 Stunden Schlaf, geweckt wirst.

Tipp: Verwende einen ruhigen, sanften Ton, um dich zu wecken.

Was muss ich machen, sobald der Wecker mich geweckt hat?

Bleibe nun 15 bis maximal 30 Minuten wach und beschäftige dich mit Träumen bzw. Klarträumen. Du kannst jetzt auch noch andere Klartraumtechniken, wie Autosuggestion oder Realty Checks, miteinbeziehen.

Was muss ich nach der Wachphase tun?

Versuche anschließend wieder einzuschlafen. Nun kannst du die Autosuggestionstechnik wieder Anwenden. Im besten Falle hast du nun direkt deinen Klartraum!

Tipp: Wende diese Technik nur an Wochenenden oder in den Ferien an, da du unter der Woche wahrscheinlich nicht ausschlafen kannst und du dir so wertvollen Schlaf raubst.

Fazit

Gerade in Kombination mit anderen Techniken ist diese Technik absolut empfehlenswert. Sie liefert spätestens nach dem dritten oder vierten Anlauf gute Ergebnisse. Da man sich aber mitten in der Nacht weckt, kann man diese Technik unter der Woche nicht wirklich gebrauchen und hat im Normalfall nur zwei Anläufe pro Woche.

Wake-Initiated Lucid Dream (WILD)

Den Körper verlassen

Was ist WILD?

Diese Technik gehört zu den etwas schwierigeren. Bei dieser Technik steigt man nämlich direkt aus dem Wachleben in den Klartraum ein. Genauer gesagt hält man seinen Geist wach, während der Körper einschläft.

Wie wende ich WILD an?

Bei dieser Technik sollte man sich ähnlich wie bei der Autosuggestion in einem meditativen, äußerst entspannten Zustand befinden.

Wenn du einen solchen Zustand erreicht hast, konzentriere dich auf alles, was du siehst. Das wird vermutlich sehr wenig sein. Konzentriere dich dennoch auf die „schwarze Leinwand“, die sich genau vor dir befindet.

Der hypnagoge Zustand

Nach einiger Zeit wirst du sogenannte hypnagoge Bilder wahrnehmen. Diese hypnagogen Bilder machen sich anfangs durch leicht sichtbare Farben bemerkbar. Danach entwickeln sich diese Farben zu ersten Formen und Mustern. Letztendlich entwickeln sich diese Bilder immer weiter, bis sie immer realistischer werden und schließlich in einem Traum münden.

Der hypnagoge Zustand ist im Prinzip die Übergangsphase zwischen dem Wachzustand und dem Schlafzustand. Genau während dieser Übergangsphase musst du versuchen, deinen Geist wach zu halten. Wenn du dies schaffst, wirst dich höchstwahrscheinlich direkt in einem Klartraum befinden.

Fazit

Diese Technik ist für Anfänger eher ungeeignet, da sie relativ schwierig ist, viel Übung und ein ausgeprägtes Körpergefühl erfordert. Außerdem empfinden viele Menschen die hypnagogen Bilder als unangenehm und bekommen Angst. Hypnagoge Bilder sind allerdings keineswegs gefährlich. Wenn man sich einmal an sie gewöhnt hat, macht es viel Spaß diese zu betrachten und deren Entwicklung wahrzunehmen.
Anfängern ist diese Technik dennoch nicht zu empfehlen, da die anderen Techniken für Anfänger größere Erfolgschancen bieten.

Dream Exit Induced Lucid Dream (DEILD)

Mystisch

Was ist DEILD?

Ähnlich, wie bei der WILD-Technik versucht man auch hier direkt aus dem Wachzustand in den Klartraum einzusteigen. Diese Technik führt man allerdings nicht nach einer längeren Wachphase durch. Man weckt sich zwar wie bei WBTB in einer REM-Phase, darf sich aber nun gar nicht bewegen. Auch der Wecker sollte sich möglichst von alleine wieder ausschalten.

Wie genau wende ich diese Technik an?

Sobald du geweckt wurdest, lässt du deine Augen geschlossen und bewegst dich nur, wenn du nicht absolut bequem in deinem Bett liegst. Wenn du dich bewegen musst, versuche diese Bewegungen möglichst sanft und ruhig zu machen.

Nach relativ kurzer Zeit wirst du, wie bei der WILD-Technik, die hypnergogen Bilder wahrnehmen, was dir zeigt, dass du auf dem richtigen Weg bist. Während der Traum sich nun entwickelt, bleibst du bewusst und kannst direkt in den Klartraum einsteigen.

Fazit

Auch diese Technik ist etwas schwieriger, im Vergleich zu WILD aber etwas einfacher, da man wahrscheinlich nicht das Problem hat, nicht einschlafen zu können. Für Anfänger empfehle ich die ersten drei Techniken, also Reality Checks, Autosuggestion und WBTB.

Ich hoffe, ihr habt eine Menge gelernt und könnt mithilfe dieser Techniken endlich euren ersten oder weitere Klarträume erleben.

Was hältst du von diesen fünf Techniken? Hast du Verbesserungsvorschläge oder Ergänzungen für diesen Artikel? Wenn ja, schreibs in die Kommentare!

Buchempfehlungen (afiliate links):

Dieser Beitrag hat 4 Kommentare

  1. Echt cool! Ich will das unbedingt können, und werde jetzt mal anfangen zu “trainieren” ???.

    1. Wünsche dir viel Erfolg!!

  2. Ich hatte es in meiner Kindheit und habe es verlernt.
    Schön, dass es diese Seite gibt.
    Ich versuchs mal mit DEILD, kannte ich noch nicht wirklich.

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